Aktuell: Tagungsankündigung 13.-15.6.2008
Wie "realistisch" sind die Wissenschaften?
Wissenschaftliche Auffassungen von der Wirklichkeit im Dialog
Die naturwissenschaftliche Forschung setzt durch
ihre Methoden bestimmte Annahmen über die Realität voraus.
Diese Methoden sind nicht einfach neutrale Instrumente unabhängig
von den Annahmen über die Wirklichkeit, sondern ihrerseits von
Wirklichkeitsannahmen bestimmt. Wer etwa das Verhalten eines Hasen
betrachtet, sieht etwas anderes als der, der die chemischen Prozesse
in einer Zelle dieses Hasen betrachtet und wiederum sieht man etwas
anderes, wenn man die Elementarteilchen dieser Verbindung in den Blick
nimmt. All diese Zugänge zur Wirklichkeit unterscheiden sich
wiederum gravierend von der Betrachtungsweise des Malers, der den
Hasen malt oder von einem Dichter, der sich durch ihn inspiriert fühlt
oder von einem gläubigen Menschen, der in dem Hasen ein Geschöpf
Gottes erkennt. Wer nun erkennt die Wirklichkeit in angemessener Weise,
sind die Ansätze miteinander harmonisierbar oder widersprechen
sie sich? Gibt es einen neutralen Boden, von dem aus man die unterschiedlichen
Zugänge zur Wirklichkeit bewerten kann?
Die Tagung nimmt sowohl im Einführungsvortrag am Freitag Abend
als auch in den sich anschließenden Vorträgen Bezug auf
den Entwurf von W. Heisenberg, der in dessen Veröffentlichung
"Die
Ordnung der Wirklichkeit" entfaltet worden ist.
Die Tagung findet statt in der Ev.
Akademie im Rheinland, Bonn-Bad Godesberg. |
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